Italien

Trotz 9 Stunden Schlaf fühlen wir uns immer noch Müde. Das Hotel Major bietet auch ein ordentliches Frühstück mit einem hervorragenden Kaffee. Leider haben wir uns keine Brötchen zum mitnehmen geschmiert. Bis zur nächsten Rast ist es eine ganz schön lange Strecke.

Es geht weiter auf der Bike Route 444. S-Charl liegt in einem Schweizer Nationalpark und nach dem Ort sind nur noch Mountainbiker auf dem Weg unterwegs. Die Strecke ist wirklich traumhaft schön und hilft darüber hinweg, dass es schon wieder 400 Höhenmeter hinauf geht.

Weiter auf der 444 ins nächste Tal hinab. In Lü halten wir kurz am Dorfbrunnen und füllen unsere Wasserflaschen wieder auf. Ich glaube ich habe in meinem Leben noch nicht soviel getrunken, wie wir es hier unterwegs tun! Es geht erstmal auf asphaltierten Wegen weiter bergab und wir machen gut Kilometer… bis die Bike Route auf einmal 90 grad rechts abknickt und uns wieder den Berg hinauf zwingt.

Das geht ein paar hundert Höhenmeter gut, bis man einfach keinen Bock mehr hat. Der Hintern tut weh, wenn man ihn überhaupt noch spürt, der Schweiss läuft in Strömen und der Rucksack wird zur Last, bis man feststellt, dass man genausogut und genauso schnell das Fahrrad schieben kann. Nur ist das lange nicht so anstrengend!

Der nächste Pass ist geschafft und es geht wieder runter. Wir finden bei Alpe Mora eine kleine Raststelle, die uns mit sehr köstlichen Bergkäse und Kaminwurzen versorgt. Der Staub der Strecke hat sich bereits zuoft unter meine Kontaktlinsen geschummelt, sodass ich ab hier auf die linke verzichte. Dann wird halt halb blind gefahren!

Der schöne Weg der 444 wird plötzlich zu einem Single-Trail, der teilweise auf einer Seite steil den Abhang runter geht. Einmal hier ausgerutscht und der Urlaub ist vorbei (und alle anderen auch!)! Da hilft nur wieder schieben! Für ein paar Kilometer unter diesen Umständen nehme ich nur Gegrummel war. Aber dann wird der Weg wieder breiter und freundlicher zu fahren.

Nach 50km kommen wir an einen Stausee. Für heute reicht es! 2,5km erreichen wir ein kleines Refugio. Wir bekommen ein Kellerloch aber besser als nix. Dafür ist uns Pasta zum Abendessen versprochen. Die Wirtin wirft ein paar Holzscheite in den Boiler, damit gleich duschen können.
Voher aber noch das Feierabendradler und der Blogeintrag. Mit Internet wird es heut wohl nix. Wir haben noch nicht einmal Handyempfang!

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