Hagel

Beim Frühstück im Refugio de Passo de Gavia lernen wir einen Belgier mit Rückenproblemen und einen Italiener, der seit seinem 42. Lebensjahr in Rente ist und nun schon 18 Jahre um die Welt reist. Guiseppe war zwar bereits gestern Abend schon zum Essen im Refugio, die Nacht hat er jedoch in seinem Auto verbracht! Er lauert auf den perfekten Moment, um die Sterne zu photographieren. Als wir seine Bilder sehen sind wir sprachlos. Seine Aufnahmen von den drei Zinnen sind umwerfend! 4 Tage bzw. Nächte hat er auf den perfekten Moment gewartet! Zum Abschied bekommen wir seine email Adresse. Vielleicht können wir ja nachträglich auf eins seiner Werke verlinken.

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Nun geht es aber wieder einmal in Serpentinen bergab. Wir machen öfters Pausen, um die Bremsen abkühlen zu lassen. Es kommen alle 5 Minuten Motorradgruppen an uns vorbeigezogen, bei denen mindestens einer eine GoPro Kamera auf den Helm montiert hat. Ich überlege dem nächsten Kamerafahrer meinen nackten Hintern zu zeigen… zu anstrengend! Lustig wär’s ja und morgen bestimmt schon auf YouTube!

Es geht bis auf 1250m runter, dann kommt eine Abzweigung nach links und schon geht es die gesammte Strecke auch wieder nach oben! Wir fahren durch Pezzo, ein hübsches italienisches Bergdorf und kommen weiter nach Case de Viso (1763m). Ein ganz ursprüngliches Bergnest, was sich zur Touristenattraktion rumgesprochen hat. Trotzdem schön!

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Es folgt ein alter Militärweg der sich als Schotterpiste teilweise sehr steil wieder in Serpentinen nach oben schlängelt. Auf 2478m machen wir Rast im Refugio Bozzi. Es gibt Pasta Pomodore und einen süchtig machenden Schokoladenkuchen. Wir trinken 2 ganze Liter Apfelsaftschorle dazu! Der Besitzer hat Photos, Karten und Urkunden seines Nepaltrips von 2011 an den Wänden aufgehängt. Überhaupt scheint die Hütte von einer lustigen Crew bewirtet zu sein.

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Nach der Pause geht es über den Pass Forcellina di Montozzo (2613m). Das letzte Stücken ist nur über ein Schneefeld zu erreichen.

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Die Abfahrt danach sollte ein einfacher Trail sein. Doch nach nur wenigen Kilometern wird er extrem anspruchsvoll und wir schieben mal wieder. Andere Mountainbiker fahren an uns vorbei. Respekt! Aber so lebensmüde sind wir doch nicht. Es begint zu Hageln… dann leichter Regen… auf halber Strecke hören wir den ersten Donner. Da braut sich was zusammen! Gewitter in den Bergen ist nicht lustig! Wir spurten uns bis zum Stausee und finden Unterschlupf an einem kleinen Haus.

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Nach einer Weile trauen wir uns wieder raus. Die folgende Abfahrt wäre eigentlich total schön, wenn es nicht auf einmal saukalt wäre und es Sonne statt Regen gäbe. Das erste Hotel im nächsten Ort taut uns mit einer heissen Dusche wieder auf! Wieder ein Tag geschafft!

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