Steile Strassen

Der Wecker klingelt um 5:30Uhr. Das klingt früher als gefühlt, da wir es uns am Abend zuvor kurz nach 20:00Uhr bereits unter dem Mosquitonetz bequem gemacht haben. Wir wollen in Gustavia auf den Fischmarkt. Mit dem Auto ist man in knapp 10 Minuten am Hafen des Hauptortes der Insel. Auf der Such nach dem Markt nehmen wir die ersten Eindrücke am frühen Morgen auf.

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Ein alter Mann kommt uns mit Baguettes entgegen. Der Bäcker hat anscheinend auch schon geöffnet.

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Nachdem wir 500m in die falsche Richtung gelaufen sind, versuchen wir es noch einmal in die Andere. Siehe da: der Fischmarkt war nur 20m von unserem Parkplatz entfernt. Es ist kurz vor 7:00Uhr und der Markt ist bereits zwei Stunden geöffnet. Zum Glück sind immer noch ein paar ansprechende Fische da.

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Mit zwei frisch ausgenommenen Exemplaren geht es zurück über die steilen Strassen. Es wundert uns, dass für die Insel nicht Geländewagenpflicht besteht. Autofahren auf St. Barth ist besser als jede Achterbahn!

Zu Hause erwarten uns fünf hungrige Katzen. Natürlich wird der Chefkater zuerst bedient. Er frisst am liebesten Trockenfutter und macht dies auch jedem neuen Gast klar indem er seinen Kopf an der Tupperdose mit seiner Leibspeise schobert und dabei schnurrt. Den Drachen haben wir noch nicht zu Besuch gehabt. Dafür aber seine kleineren Kollegen:

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Am Nachmittag geht es zu einer weiteren Achterbahnfahrt mit dem Land Rover an den westlichen Zipfel der Insel. Wir wollen die Wanderung an den Strand von Colombier unternehmen. Hier ist es etwas unberührter und man kann toll Schnorcheln. Die Wanderung führt uns durch ein Naturschutzgebiet über einen schmalen Pfad den Berg hinab zum Strand.

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Wir fühlen uns an Rocky Beach erinnert. Ein paar Boote und eine grosse Yacht liegen in der Bucht. Am Strand feiern ein paar Amerikaner und im Wasser sind bereits einige Schnorchel zu erkennen. Und tatsächlich lohnt es sich die Ausrüstung mitgenommen zu haben. Das Wasser ist sehr klar und lässt uns eine Welt voller kleiner Fische entdecken. Ein paar Korallen haben auch den neugierigen Touristenstrom überlebt. Nicht vergleichbar mit den Unterwasseraufnahmen, die man aus Arte oder einem der Dritten kennt aber wenn man selbst die Luft durch den Schnorchel atmet ist das Erlebnis umso grösser.

Auf dem Rückweg halten wir am Kreisverkehr direkt in der Einflugschneise des Inselflughafens. Die kleinen Maschinen müssen nach dieser Bergkuppe einen Sturzflug ins Tal hinlegen, um die Landebahn zu treffen. Prompt knattert der St. Barth Commuter über unsere Köpfe. Ich parke den Land Rover nochmal ein Stückchen zurück, damit der nächste Flieger nicht versehntlich mit seinem Fahrwerk an unserem Dach hängen bleibt.

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Die Piloten müssen eine spezielle Lizenz besitzen, um überhaupt auf Gustaf III Airport (SBH) landen zu dürfen. Leider können die Bilder wie immer mal wieder nicht die Steile des Berges vermitteln. Aber glaubt mir: hier geht’s ordentlich bergab!

Zum Abendessen gibt’s gegrillten Fisch mit Couscous Salat. Das Fischgrillen muss ich noch üben. Die Haut bleibt leider an der Alufolie hängen, sodass das Ergebnis zwar lecker schmeckt aber für ein Photo eher ungeeignet erscheint.

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3 Kommentare

  1. Helga
    Nov 15, 2013

    Nachdem ich dem kleinen Hund zuliebe heute frierend durch eisigen grauen Nieselregen geradelt bin, kann ich nur sagen: ihr habt’s vielleicht gut….. 😉

  2. Klaus
    Nov 15, 2013

    Vor Jahren hat mir der griechische Fischhändler meines Vertrauens folgenden Tipp gegeben:
    Nix Alufolie, musst du Fisch von außen ordentlich salzen und Haut bleibt dran! Gammas!
    Klingt einfach, ist einfach, und es funktioniert! Nur die Temperatur des Grills sollte stimmen. Und benutze keine Grillzange, um den Fisch totzuquetschen, der lebt eh nicht mehr.

    • Ralph
      Nov 15, 2013

      Das klingt gut! Werde ich Morgen sofort in die Tat umsetzen. Der Wecker ist auf 4:30Uhr gestellt. Schließlich öffnet der Fischmarkt um 5:00Uhr! Mal sehen was uns da so auf den Grill hüpft…

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