Putztag

Der Tag beginnt wie der Letzte aufgehört hat: mit Warten. Unser Flieger soll um 8:00Uhr gehen. Ein älterer Franzose versichert mir, dass LIAT auch das wieder verbocken wird. Er ist dieses Jahr bereits 15 mal mit LIAT geflogen und war nie pünktlich. Sein Gepäck kam meisstens erst gar nicht an… Und so ist es auch: der Flug nach St. Kitts fällt schon wieder aus. Die ganzen einheimischen Mitreisenden bringt das mehr oder weniger auf die Palme. Uns wird jedoch zugesichter, dass wir um 8:00Uhr eine Maschine direkt nach Antigua bekommen. Es ist fünf vor Acht; das Boarding hätte schon längst abgeschlossen sein sollen. Von einem Flugzeug ist jedoch nix zu sehen.

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Eine halbe Stunde später kommt doch noch eine etwas grössere Propellermaschine und nimmt uns tatsächlich mit nach Antigua. Immerhin haben wir jetzt wieder Tageslicht und einen guten Blick. Der Flug von St. Martin nach Antigua geht direkt über St. Barths, sodass wir dem Chef-Kater gleich nochmal winken können.

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In Antigua holt uns JR mit seinem Taxi ab. Das hat prima geklappt. Er bringt uns bis vor die Haustür in Jolly Harbour und wartet noch, dass wir sie auch wirklich auf bekommen. Dann klaut er sich noch eine Kokusnuss und verspricht uns nächsten Sonntag wieder abzuholen.

Wir ziehen in das Bootshaus der „256“ ein. Geckos, Spinnen, Ameisen und Kakerlaken haben sich breit gemacht und eine ganze Menge kleine Kackehaufen hinterlassen. Jetzt ist erstmal Grossputz angesagt. Eine grosse Kakerlake in der Besteckschublade lässt uns beide aufschreien und eilig das Haus verlassen. Im Lager entdecken wir BOP. Mit seiner Hilfe jagen wir das Monster und bringen es schließlich zur Strecke.

Neben BOP ist das gute Deep Woods OFF ein treuer Freund, den ich bereits in Kanada sehr zu schätzen gelernt habe. Dass grüne OFF hat übrigens 10% mehr Deet und riecht dementsprechend übel nach Chemie. Die orangene Variante entspricht geruchstechnisch eher seiner Farbe.

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Der Rest des Tages wird also putzend verbracht.

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Aber auch das macht Spass. Inzwischen ist Bob am Anleger und kümmert sich um das Holzboot. Bob ist vor 22 Jahren aus der Bronx nach Antigua gekommen und hat nach eigenen Angaben seit dem den Flughafen nicht mehr gefunden. So kümmert er sich hier um eine Hand voll Boote. Darunter die „256“. Ich biete ihm einen Kaffee an, doch er lehnt lachend ab: nachmittags trinkt er nur Rum and Coke. Gut!

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Mal sehen, was wir hier noch so alles flott bekommen, wenn das Haus wieder glänzt…

Übrigens ist das Internet hier um einiges schneller, als auf St. Barth. Für alle Blogleser habe ich noch ein paar ergänzende Einträge zum Propellerflugtag gemacht.

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