Speed

Der Golfwagen wird als erstes flott gemacht. Hätte ich mich gleich an den Choke erinnert, wäre die Kiste Gestern schon angesprungen. Vorsichtig manövrieren wir den Wagen um die Palmen aus den Garten heraus. Dann geht’s zum Frühstück jagen. Wir brauchen neues Baguette und noch eine Packung von dem süchtig machenden Hummus. In Antigua herrscht ganz nach Englischer Sitte Linksverkehr.

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Nach dem Frühstück schaut Bob wie versprochen vorbei und erklärt uns, wie man das Dingy zu Wasser lässt und es bedient. Wenn’s klappt nimmt er uns auch auf des Nachbarns Segelboot mit und hat noch Zeit am Freitag oder Samstag das Holzboot für eine Runde zu starten. Wir füllen den Tank des Dingy und machen uns auf Küstenerkundung.

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Es hat sich einiges getan in den letzten sieben Jahren. Eine ganze Menge neuer Häuser zieren die Küstenlinie und die kleine Kneipe am Darkwood Beach kann ich nicht mehr finden. Aber vielleicht war die ja auch ganz wo anders. Das Dingy hüpft von Welle zu Welle und wir müssen uns gut festhalten, um nicht ins Wasser zu fallen. Antigua rühmt sich 365 Sandstrände zu haben und tatsächlich sind es nicht nur unzählige und vollkommen leere Strände, die wir sehen, der Sand geht auch noch ewig weit ins Meer, was ein absolut türkises Wasser zur Folge hat.

An einem wundervollen Muschelstrand halten wir an und springen aus dem Boot.

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Der ganze Strand ist voll von Muscheln. Wir kehren mit einer ganzen Tüte voll Strandgut zurück.

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Am späten Nachmittag zurück nehmen wir den Land Rover, um einen Geldautomaten zu suchen. In Jolly Harbour ist das Gerät ausser Betrieb. Wir fahren weiter in die Hauptstadt St. John’s. Auf dem Weg halten wir an zwei Tankstellen aber keine nimmt Kreditkarte, nur Cash. Also weiter! In St. John’s werden wir fündig: die Royal Canadian Bank gibt uns EC Dollar. Am Markt kaufen wir damit die frischesten Ocras, die ich je gesehen habe.

Zurück an der Tankstelle tanken wir den Defender. Ein Local erkennt das Auto und kommt zu uns: „Gunter?“ „No, his brother.“ „Ahh,“ sagt er “ I thought Gunter’s wife looks different! My name is Paul.“ Wir lachen beide. Keine Ahnung wer Paul ist. Mehrere Handschläge später können wir weiter.

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200 Meter die Strasse rauf halten wir am Chinesischen Supermarkt und holen uns Wadadli Beer und Kartoffeln. Als wir raus kommen, treffen wir auf Wayne: „I saw the car, I thought Gunter is back.“ Auch wenn es über sechs Jahre her ist, dass ich ihn hier kennengelernt habe, erkenne ich ihn wieder und wir halten einen kleinen Plausch. „Last time you were building a solar factory.“ achja, solang ist das schon her! Wayne bietet sich als Agent für Solarfelder an…

Wieder im Bootshaus gibt es Ocrapfanne mit Tomaten, Hackfleisch und Kartoffeln. Dazu singt Bob Marley aus dem Stream und wir öffnen uns ein kühles Wadadli.

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