L.I.A.T.
Von wegen „Leaving Island Any Time“, diese Fluggesellschaft sollte „Landing In Antigua Twice“ heissen! Um 6:00Uhr sollte unser Flieger über St. Kitts nach St. Martin gehen. Nach einer leichten Verspätung können wir einsteigen. Doch was is das? Der Propeller röchelt, hustet und geht wieder aus. Wir dürfen wieder aussteigen. Der Pilot hat anscheinend vergessen zu tanken. Fröhlich werden wir ein zweites Mal durch die Security geschleift und dürfen gleich wieder einsteigen. Ich witzel noch, wie oft man dieses Spiel hier machen kann.
Die Maschine macht einen klapprigen Eindruck. Mit einer Dash 8 bin ich eigentlich schon oft geflogen aber so komische Geräusche hat noch keine gemacht. Aber das mag rein subjektiv betrachtet sein. Kurze Zeit später landen wir bereits in St. Kitts für nur zehn Minuten. Drei Leute steigen aus, fünf dafür ein. Neben der Rollbahn von St. Kitts ist eine etwas grössere Solaranlage. Ich schätze 1,0 bis 1,5 MWp.
Von St. Kitts geht es weiter nach St. Martin. Nach 25 Minuten sehen wir die Insel mit ihrerer spektakulären Landebahn. Das ist aber auch schon alles.
Wir drehen mehrere Runden vor der Landebahn aber dürfen nicht Landen. Der Pilot meldet sich und erklärt einen Defekt im Cockpit. Angeblich ist ein Computersystem ausgefallen, was für eine Landung auf St. Martin benötigt wird. Wir fliegen zurück nach Antigua. Es geht zum dritten Mal durch die Security. Wer den Vielfliegerstatus bei LIAT erreicht hat sollte sich bei Amnesty International melden.
Wir werden auf den nächsten Flieger um 10:00Uhr gebucht. Dieser hat, wer hätte es gedacht, auf unbestimmte Zeit Verspätung. Plötzlich hören wir unsere Namen über die Flughafenlautsprecher: wir sollen uns am Gate melden. Wir dürfen den Direktflug um 10:20Uhr nehmen. Ich halte unsere Ticketsammlung der LIAT Angestellten am Gate hin. Keins davon ist für den Flug gültig. Wir kommen trotzdem mit. So geht das in der Karibik.
Dafür sitzen wir nochmals gute fünfzehn Minuten im Flieger, bis die Stewardess es aufgegeben hat die korrekte Passagieranzahl zu ermitteln.
Unser „neuer“ Flieger ist wieder eine Dash 8. Diese wird bereits mit Duct Tape zusammengehalten…
Endlich kommen wir in St. Martin an. Zu unserer grössten Verwunderung sogar auch unser Gepäck. Wir schwören uns nie wieder mit LIAT zu fliegen. Unseren Flieger nach St. Barth haben wir verpasst aber zum Glück wurden wir bereits auf den nächsten Flug eine Stunde später gebucht. Wir fliegen mit Winair „the dependable airline“ – diese macht ihrem Namen soweit alle Ehre.
Und es geht wie gewünscht im Sturzflug über den Berg auf die Landebahn in St. Barth. Wir sitzen wieder direkt hinter den Piloten und können alles live miterleben. Total toll!
Sicher gelandet laufen wir zurück zum Haus. Die Katzen haben uns bereits vermisst.
Müde vom langen Tag machen wir es uns zusammen mit dem bunten Hund auf dem Sofa bequem. Wir glotzen ein bisschen BBC Serie, während es sich der bunte Hund stundenlang gut gehen lässt.







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